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Staatliche Steuereinnahmen im vergangenen Jahr erneut gestiegen

Finanzministerium: Insgesamt Zuwachs um 4,1 Prozent

Die Steuereinnahmen von Bund, Ländern und Gemeinden sind im vergangenen Jahr erneut gestiegen. Wie aus dem am Freitag veröffentlichten aktuellen Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums hervorgeht, betrug die Zunahme insgesamt im Jahresvergleich 4,1 Prozent auf 674,6 Milliarden Euro.

Den größten Anteil am Steueraufkommen hatten 2017 erneut die gemeinschaftlichen Steuern mit 81,1 Prozent oder 547,4 Milliarden Euro. Zuwächse habe es hier besonders bei der Lohn- und Einkommensteuer sowie der Körperschaftsteuer gegeben.

Die Einnahmen aus den reinen Bundesteuern gingen gegen den Trend um 4,3 Prozent auf 99,9 Milliarden Euro zurück. Ursache ist ein Sondereffekt wegen der Rückerstattung der Kernbrennstoffsteuer an die Akw-Betreiber im Umfang von 7,3 Milliarden Euro. Die Einnahmen aus den reinen Ländersteuern betrugen 22,2 Milliarden Euro. Die reinen Gemeindesteuern sind in den Zahlen nicht enthalten.

"Grundlage des Anstiegs der Steuereinnahmen war eine anhaltend positive Wirtschaftsentwicklung in Deutschland", heißt es in dem Bericht. Diese habe zu deutlich steigenden Löhnen und Gewinnen geführt und damit auch zu einem höheren Steueraufkommen. Zudem seien wegen der guten Binnenkonjunktur auch  die Mehrwertsteuereinnahmen höher ausgefallen als im Vorjahr.

Verteilt auf die einzelnen Ebenen stiegen die Steuereinnahmen des Bundes um 7,0 Prozent auf 309,3 Milliarden Euro, die der Länder um 3,4 Prozent auf 298,4 Milliarden Euro und der Anteil der Gemeinden an den gemeinschaftlichen Steuern um 9,2 Prozent auf 45,1 Milliarden Euro. 21,7 Milliarden Euro gingen an die Europäische Union (minus 25,9 Prozent).