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BDI-Präsident fordert von Kinderzahl abhängige Einkommensteuer

Kempf: Staat sollte Einnahmen zur Hälfte für Rente anlegen

Der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Dieter Kempf, fordert eine Einkommensteuer gestaffelt nach der Zahl der Kinder - statt wie bisher Steuervorteile für Ehepartner mit ungleichem Einkommen. "Ich würde ein Familiensplitting einführen, mit dem die Steuerersparnis nur von der Kinderzahl abhinge, nicht von der Ehe", sagte Kempf der "Wirtschaftswoche". Das Geld müsste zur Hälfte für die Rente angelegt werden, forderte er. "So würden wir die Altersarmut von Müttern verringern."

Das heutige Ehegattensplitting begünstige, dass vor allem Frauen nur kleine Einkommen erzielten, sagte Kempf. "Nicht jeder, der im Niedriglohnsektor arbeitet, hat keine Chance, einen anderen, besser bezahlten Job zu finden. Viele wollen zum Beispiel in Teilzeit arbeiten." Ein wichtiger Grund liege im Steuerrecht. "Paare mit ungleichen Gehältern sparen zwar Steuern, der Geringverdiener kürzt damit aber auch seinen Rentenanspruch", kritisierte Kempf. Deshalb solle die Einkommensteuer umgebaut werden.